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Der Trend zum Bewegtbild ist nicht erst seit dem Aufkommen sozialer Medien erkennbar. Informationen werden heute meist in Form von Videos oder kurzen Animationen vermittelt. Das einzelne unbewegte Bild – etwa als Foto oder Grafik – hat dabei an Stellenwert verloren. Dennoch wird das sequenzielle Erzählen durch Bilder, etwa in Graphic Novels oder Comics, nach wie vor stark rezipiert. Die grafische Bildfolge als Erzählform hat eine lange Tradition, die bereits bei Wilhelm Busch, Lyonel Feininger, Winsor McKay, William Hogarth, oder Rudolph Dirks, ihren Anfang nahm – wichtige Wegbereiter dieses Genres. In diesem Seminar sollen die Studierenden eine Serie von Druckgrafiken entwickeln, die eine zusammenhängende Geschichte, einen Prozess oder eine grafische Ideenfolge darstellen. Unterschiedliche Bildgattungen und -genres dienen dabei als Inspiration, um eigenständige und gerne auch experimentelle Ergebnisse zu erzielen.
Das Seminar führt in die Grundlagen der Drucktechniken ein, darunter die Kaltnadelradierung, Strichätzung und Aquatinta (dem Tiefdruck zugeordnet) sowie den Linolschnitt als Hochdruckverfahren. Nach einer Einführung in die jeweiligen Techniken erstellen die Teilnehmer*innen serielle Grafiken zu einem vorgegebenen Thema, das als Rahmen für eigene künstlerische Entwürfe dient. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung des erlernten Grundlagenwissens. Ziel ist es, den Teilnehmer*innen ein fundiertes Verständnis sowie grundlegende Fertigkeiten in drucktechnischen Abläufen und Verfahren des Hoch- und Tiefdrucks zu vermitteln.
Am Ende des Seminars entwickeln die Studierenden ein gemeinsames Ausstellungskonzept, das sie eigenständig umsetzen. Die Ergebnisse ihrer künstlerischen Arbeit werden im Rahmen einer Werkschau präsentiert. |