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Unweigerlich denken wir bei dem Wort Bewegung sofort an Bewegungen des Körpers oder Formen der Fortbewegung: Laufen, Gehen, Schwimmen, Fahren ; an die Bewegungen von Blättern im Wind oder die Bewegung des Meeres, das immer wieder in kleinen aufeinanderfolgenden Schwällen auf Sand trifft, Sand bewegt, sich selbst bewegt. Aber Bewegung kann auch als ein Moment im Dazwischen verstanden werden, zB zwischen den einzelnen Elementen eines vermeintlich feststehenden Gemäldes oder den verschiedenen Identitätsmerkmalen eines Subjektes. Gilles Deleuzes und Félix Guattari prägen in ihrer Schrift Tausend Plateaus den Begriff des Subjekts im Werden. Ein Subjekt, das sich immer wieder neu hervorbringt und zusammensetzt aus seinen sich stetig wandelnden Relationen zur Welt. Es ist ein Subjekt, das sich eindeutigen sowie festen Identitätskategorien widersetzt und sich durch seine Beweglichkeit auszeichnet. In dem Seminar Das Subjekt in Bewegung - eine ästhetische Praxis werden wir uns verschiedenen Texten von Deleuzes und Guattari widmen und den Begriff des Subjekts in Bewegung diskutieren. Was bedeutet das Subjekt in Bewegung für eine ästhetische Praxis? Wie sieht eine ästhetische Praxis aus, die das Verständnis eines Subjekts in Bewegung voraussetzt oder auch hervorbringt? Diese Fragen werden wir im Seminar diskutieren, sowie künstlerisch/praktisch erproben und gemeinsam reflektieren. Der Fokus liegt auf der Verbindung von Theorie und Praxis. Wobei die Praxis weitestgehend frei gestaltet werden kann. Die Veranstaltung setzt sich aus einem digitalen Vorbereitungstreffen und einem Blockseminar zusammen. Die Teilnahme an beiden Terminen ist obligatorisch. |