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Höllenbrut und Himmelswächter, Mittelalterliche Wasserspeier an Kirchen und Kathedralen; Regina E.G. Schymiczek, 1.Aufl. 2006, Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg |
| Lerninhalte |
"Die Welt der Dämonen, der missgestalteten Menschen und Tiere scheint alle Völker fasziniert zu haben. Im christlichen Universum hatten sie zwar offiziell keinen Platz, doch schlichen sie sich ein. Im Bereich zwischen drinnen und draußen, zur Abwehr des Bösen, in dienender Funktion konnten sie selbst am Gotteshaus dargestellt werden. Die bildhauerische Aufgabe hat besonders Steinmetzen der Gotik zu großen Phantasieleistungen befähigt. Tiere, fast abbildhaft dargestellte wie überzeichnete, Mischwesen aus verschiedenen Tieren und aus Mensch und Tier bevölkern die Dachansätze gotischer Kathedralen. Ob sie die Menschen ihrer Entsstehungszeit wirklich erschreckt haben, ob sie als Drohung für Kinder gedient haben? Wir wissen das nicht genau, aber vorstellbar ist es. ..." (Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin in Köln im Vorwort zu "Höllenbrut und Himmelswächter, ....")
Wir werden die Wasserspeier zwar nicht aus Stein schlagen, greifen aber den Ausdruck und Duktus dieser Dämonen auf und werden Gestalten aus Ton zu einem speiendem Leben erwecken. |