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Schwächen mobilisieren: Politische Ästhetiken in Zeiten übermächtiger Dynamiken - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 2097 Kurztext
Semester WiSe 2025/26 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 40
Rhythmus Studienjahr / Zielgruppe Bachelor-Studierende (für Master-Studierende geöffnet)
Credits 3 Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation Ja - freie Gestaltung
Sprache deutsch
Keine Anmeldefrist
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Fr. 14:00 bis 18:00 Einzeltermin am 23.01.2026 Hs 27 / Ackerpferdestall - KC.27.1.03 (großer Seminarraum) Raumplan        
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Fr. 14:00 bis 18:00 s.t. Einzeltermin am 23.01.2026 Hs 52 / Burgtheater - KC.52.1.01 (großer Seminarraum im Theaterneubau) Raumplan        
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Sa. 11:00 bis 18:00 s.t. Einzeltermin am 24.01.2026 Hs 52 / Burgtheater - KC.52.1.01 (großer Seminarraum im Theaterneubau) Raumplan        
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Sa. 11:00 bis 18:00 Einzeltermin am 24.01.2026 Hs 27 / Ackerpferdestall - KC.27.1.03 (großer Seminarraum) Raumplan        
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So. 11:00 bis 18:00 s.t. Einzeltermin am 25.01.2026 Hs 52 / Burgtheater - KC.52.1.01 (großer Seminarraum im Theaterneubau) Raumplan        
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So. 11:00 bis 18:00 Einzeltermin am 25.01.2026 Hs 50 / Hohes Haus - KC.50.2.02 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan        
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Personen
Kontaktpersonen (durchführend) Zuständigkeit
Hilfskraft Theater,  verantwortlich und durchführend
van Eikels, Kai, Dr. verantwortlich und durchführend
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
KTh-VvTTgF Vermittlung von Theater/Theater in gesellschaftlichen Feldern
KTh-GWTET Experimentelle Formen des Gegenwartstheaters
KTh-TuaKD Theater und die anderen Künste / Digitalität
KTTP-TPK Zeitgen PuD, Seminar: Theorien der Pop- und Konsumkultur Einführende Veranstaltungen zu zentralen Theorien, Begriffen und Figurationen der Pop- und Konsumkultur
KTTP-ZSPuK Zeitgen PuD, Seminar: Zeitgenössische Strömungen der Pop- und Konsumkultur
KTTP-KulDi Zeitgen PuD, Seminar: Kulturen der Digitalität
KTTP-DiPr1 Zeitgen PuD, Seminar: Digitale Praxen 1
KTTP-TMDGT Zeitgen PuD, Seminar / Vorlesung: Transdisziplinäre Einführung in die Theorien und Methoden von Diversität, Globalität und Transkulturalität
KTTP-MDGT Zeitgen PuD, Seminar: Praktische künstlerische u/o kulturpolitische Anwendung und Reflexion der Methoden von Diversität, Globalität und Transkulturalität
THE-AMGEG1 AM Gegenwartsth., TM: Theatertexte und Inszenierungen der Gegenwart
MTHE-SB231 Mastermodul 3 Prakt. u. Techn. d. Insz., TM 1: Praktiken und Techniken des Inszenierens
MTHE-S311 Mastermodul 1 Prod. u Refl. von Inszen., TM 1: Produktion von Inszenierungen
MTHE-SB234 Mastermodul 3 Prakt. u. Techn. d. Insz., TM 4: Analyse von Inszenierungen
THE-AMGEG2 AM Gegenwartsth., TM: Experimentelle Theater der Gegenwart
THE-AMPK1 AM Theater u.d.a.Künste / Populäre Kultur, TM: Theater und die anderen Künste
THE-VM1 VM Theo. u. Gesch. d. Theaters / Gegenwartstheater, TM: Aktuelle Tendenzen der Theatertheorie und -historiographie / Strategien u. Diskurse zeitgenössischen Theaters
MTHE-S312 Mastermodul 1 Prod. u Refl. von Inszen., TM 2: Geschichte der Verfahren und Techniken des Inszenierens
MTHE-SB322 Mastermodul 2 Verf. d. Verm., TM 2: Kinder- und Jugendtheater
MKGT-Th231 SB 2, Teilmodul 2.3.1: Inszenierung als transdisziplinäre Praxis des Theaters
3MTh-SB311 The Transformationen KuG, Theater TM: Vorlesung/ Seminar
MKGT-Th232 SB 2, Teilmodul 2.3.2: Transdisziplinäre Formate und Verfahren im Theater
3MTh-SB321 The Vermittlung KuG, Theater TM: Vorlesung/ Seminar
THE-AMTG2 Theorie u. Gesch. d. Theaters, TM: Geschichte des Theaters
KTh-GTTT Geschichte des Theaters oder Theorie des Theaters
KTTP-KV Zeitgen PuD, Seminar: Kulturvermittlung
KTTP-FdKr Zeitgen PuD, Seminar / Vorlesung: Formen der Kritik
KTh-GWTIG Inszenierungen des Gegenwartstheaters
KTTP-AePra Zeitgen PuD, Seminar / Vorlesung: Ästhetische Praxis
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Medien, Theater und Populäre Kultur
Inhalt
Bemerkung

Studienleistung: wird zu Beginn bekannt gegeben. 

Modulabschluss nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Ansprechpartnerin: Dominika Cohn

Kai van Eikels ist Philosoph sowie Theater- und Literaturwissenschaftler. Er hält Gastprofessuren an der JLU Gießen, der FU Berlin und der Universität Hildesheim. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit war er an künstlerischen Projekten und Kooperationen beteiligt u.a. mit der Geheimagentur, den Chicks on Speed, Xavier Le Roy und Koki Tanaka.

Lerninhalte

Kapitalismus as usual bei fortschreitender Klimakatastrophe; das System Trump; eskalierende Kriege; immer mehr Staaten, die ins Rechtsautoritäre driften… Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen in ihrer massiven Furchtbarkeit kann man sich fragen, ob das Konzept einer politischen Kunst überhaupt noch zu überzeugen vermag. Was können denn künstlerische Praktiken – d.h. sozial und ökonomisch schwache Praktiken von Wenigen für Wenige, oft flüchtig, verwirklicht mit dem eigenen Körper und billiger, allgemein verfügbarer Technologie – ausrichten gegen die Allianz zwischen Regierungen, deren Macht gedeckt ist von militärischer und polizeilicher Gewalt, und Konzernen, die unser Leben nicht allein durch ihr Geld, sondern mehr noch durch unsere materielle Abhängigkeit von ihren Produkten bestimmen?
Das Seminar will diese Frage nicht als Frustrationsseufzer ausstoßen, sie vielmehr ernsthaft stellen: Was heißt politische Ästhetik, wenn wir von Kunst als etwas Schwachem ausgehen? Und mehr noch: etwas, das bei Schwächen ansetzt und Wege zu finden versucht, um diese zur Geltung zu bringen – seien es physische, kognitiv-psychische, kommunikative Schwächen. Das nur in sehr bescheidenem Maße als Verstärker funktioniert und am ehesten dort einen Unterschied macht („a difference that makes a difference“), wo es gelingt, Ermächtigung von den Zwängen der Verstärkungslogik zu lösen.
Es wird darum gehen, Schwäche von Ohnmacht abzuheben und sehr konkret die Relativität von Kräfteverhältnissen zu analysieren: Wie steht es bspw. um die Wirksamkeit des Flüsterns oder Arbeitens mit leisen Geräuschen? Oder um die des Sich-Entschuldigens? Welche Wirkungspotenziale wohnen körperlichen Erschlaffungszuständen wie Ruhen, Schlafen/Träumen, gemeinsamem Abhängen inne? Wie geht Kunst mit dem hilfe- und pflegebedürftigen Körper und seinem stets prekären Leben um, wie mit dem selbst nur begrenzt strapazierbaren Körper, der sich kümmert und Care-Arbeit leistet? Was für Optionen eröffnet ein (scheinbar oder tatsächlich) sanfter Ansatz wie Healing als Alternative zu Ästhetiken des Widerstands, des Widerstreits oder der kritischen Dekonstruktion? Verändert ein ökologisches Verständnis von Wirkung, das den Fokus weiter aufzieht und statt einzelner Aktionen und Reaktionen komplexe Interferenzzusammenhänge in den Blick nimmt, unsere Vorstellungen von stark und schwach – und ermutigt zu Experimenten mit weak performance oder economic degrowth, vielleicht sogar zum Wunsch nach einem weniger martialisch defensiven, mehr gestattenden Immunsystem?
Anhand dieser und weiterer Themen soll das Seminar Gelegenheit bieten, sowohl grundsätzliche Bewertungskriterien von Kunst zu überdenken (warum nennen wir eine Arbeit „stark“, wenn wir sie gut finden?) als auch aus der Praxis heraus neu über Wirksamkeit nachzudenken. Das Seminar ist bezogen auf die Tagung „Macht ≠ Stärke: Schwache ästhetische Praktiken“, die ich zusammen mit dem Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“ am 29. und 30. Januar 2026 auf der Domäne veranstalte. Es ist geplant, als Teil der Seminarleistung auf Tagungsbeiträge zu respondieren und dies auf der Tagung zugänglich zu machen. Wer am Seminar teilnehmen möchte, plane deshalb bitte die Teilnahme an der Tagung mit ein.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2025/26 gefunden:
BA-Seminare  - - - 1
MA-Seminare  - - - 2
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