| Literatur |
Zur Vorbereitung:
- Benjamin, Walter: „Sprache und Geschichte. Philosophische Essay“ (Reclam), hg. von Rolf Tiedemann. Ditzingen 1992.
- Benjamin, Walter: „Über den Begriff der Geschichte“, in: ders.: Gesammelte Schriften I/2, hg. von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser. Frankfurt am Main 1991, S. 691–704.
- Benjamin, Walter: „Die Aufgabe des Übersetzers“, in: ders.: Gesammelte Schriften Bd. IV/1, hg. von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser. Frankfurt am Main 1991, S. 9-21.
- Hirsch, Alfred: Der Dialog der Sprachen: Studien zum Sprach- und Übersetzungsdenken Walter Benjamins und Jacques Derridas. München 1995.
- Weidner, Daniel: „Fort-, Über-, Nachleben. Zu einer Denkfigur bei Benjamin“, in: ders./ Weigel, Sigrid (Hg.): Benjamin Studien 2. München 2011, S. 161-178. |
| Lerninhalte |
Walter Benjamin zeigt sich mit seinen Schriften als ein wichtiger und zugleich faszinierender Denker des letzten Jahrhunderts. Seine Texte zeugen von der Offenheit eines Denkens, das sich festgelegten Begrifflichkeiten entzieht und sie eignen sich in besonderer Weise als Ausgangspunkt für theaterwissenschaftliche Reflexionen. Benjamins Überlegungen zu Geschichte, zu Übersetzung und Kritik sowie zur Denkfigur des Nachlebens sind bis heute von großem Einfluss auf theatertheoretische Diskussionen, die ihren Blick auf das Marginalisierte und auf das historisch dem Vergessen zu entreißende richten.
In diesem Seminar sollen ausgewählte Texte Walter Benjamins gelesen werden, um den Benjamin’schen Denkstil kennenzulernen und seine ästhetischen Grundbegriffe in ihrer historischen Verortung für Theatertheorie und -praxis fruchtbar zu machen. Das Seminar versteht sich daher auch als Grundlagenseminar; Vorkenntnisse Benjamins sind erwünscht aber nicht erforderlich.
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