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Seit der Veröffentlichung von Philippe Ariès’ Studie „Geschichte der Kindheit“ (1960) wird in der Erziehungswissenschaft intensiv über die historische und gesellschaftliche Konstruktion von Kindheit diskutiert. Das Seminar geht der Frage nach, wie sich Vorstellungen von Kindheit im Laufe der Geschichte gewandelt haben – von der Vormoderne bis in die Gegenwart. Anhand von Quellenmaterialien und zentralen theoretischen Texten analysieren wir historische und aktuelle Kindheitskonstruktionen und setzen uns mit unterschiedlichen Kindheitsbildern auseinander. Dabei werden unter anderem Werke von Philippe Ariès, Jean-Jacques Rousseau, Friedrich Fröbel und Janusz Korczak thematisiert sowie Entwicklungen wie die antiautoritäre Erziehung oder Kindheiten in Diktaturen beleuchtet. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Vorstellungen von Kindheit entstehen, sich verändern und in gesellschaftliche Strukturen eingebettet sind. |