| Literatur |
- Casanova, José (2020): „Säkularismus – Ideologie oder Staatskunst?“ (2009). In: Frey, Christiane; Hebekus, Uwe; Martyn, David (Hrsg.) (2020): Säkularisierung. Grundlagentexte zur Theoriegeschichte. Suhrkamp Verlag Berlin, S. 588-599.
- Nagel, Alexander-Kenneth (2023): Religiöse und weltanschauliche Diversität in der Schule. In: Georgi, Viola B./ Yasemin Karakasoglu (Hrsg.): Allgemeinbildende Schulen in der Migrationsgesellschaft. Diversitätssensible Ansätze und Perspektiven. S. 86-95.
- Wißmann, Hinnerk (2020): Religion und Pluralität: Neue Herausforderungen für die Schule im Verfassungsstaat. In: Willems, Joachim: Religion in der Schule. Pädagogische Praxis zwischen Diskriminierung und Anerkennung. Transkript Verlag, Bielefeld, S. 47-61.
- Yegane Arani, Aliyeh (2020): Die multireligiöse Schule als Ort von Diskriminierung. In: Willems, Joachim: Religion in der Schule. Pädagogische Praxis zwischen Diskriminierung und Anerkennung. Transkript Verlag, Bielefeld, S. 163-188.
- Hedges, Paul (2021): Chapter 13. Diversity: Religious Borders, Identities, and Discourses. In: Hedges, Paul (2021): Understanding Religion. Theories and Methods for Studying Religiously Diverse Societies. University of California Press, Oakland, California, page 303 - 324.
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| Lerninhalte |
Die religiöse oder weltanschauliche Identität ist eine zentrale Dimension der Persönlichkeit eines Menschen. Mit der vor allem migrationsbedingten Zunahme der religiösen und weltanschaulichen Vielfalt in der Gesellschaft, und damit auch in den Bildungsinstitutionen, sind neue Konfliktthemen und -konstellationen verbunden. Hierzu gehört auch die Zunahme antimuslimsicher und antisemitischer Ressentiments und Diskriminierung.
Die menschen- und grundrechtlichen Vorgaben der Religionsfreiheit sowie der Diskriminierungsverbote bilden den normativen Rahmen für pädagogische Settings und Interaktionen; auch außerhalb der konfessionellen Strukturen sowie des schulischen Religionsunterrichts.
Im Zentrum des Seminars stehen theoretische Grundlagen, die für einen wissenschaftlichen Zugang zur Diversitätsdimension Religion von zentraler Bedeutung sind. Neben einer Einführung in die (religions-)soziologische und sozialwissenschaftliche Thematisierung von Religion in der modernen Gesellschaft wird die rechtliche und strukturelle Einordnung der Religionen in Bildungsinstitutionen analysiert. Zudem werden religionsbezogene Diskriminierungsformen (Antimuslimischer Rassismus, Antisemitismus) auch in ihren Intersektionalitäten zu anderen Diversitätsdimensionen bearbeitet. Im Seminar werden wir uns aber auch mit Praxismaterial und Diversity-Methoden, die für religiöse und weltanschauliche Vielfalt sensibilisieren und interreligiöse Kompetenzen vermitteln, beschäftigen. Im Rahmen kleiner Projekte werden die Studierende einzelne Fragestellungen zur Rolle, Praxis und Realität von Diversity-Education und -Mainstreaming in der Bildung vertieft bearbeiten. |