| Lerninhalte |
Welcome to the soundtrack of your life!? - Musikinduzierte Emotionen im Wandel der Zeit
Begegnete man im 20. Jahrhundert ungewollter Hintergrundmusik nur vereinzelt, z.B. in Telefonwarteschleifen oder Shoppingcentern, scheint seit einiger Zeit - dank der vollständigen Übernahme „lebensbegleitender Hilfefunktionen“ seitens der Smartphoneindustrie - jeder nur erdenkliche Aspekt menschlichen Lebens mit einer Hintergrundmusik, einem Soundtrack ausgestattet zu sein. Playlists begleiten uns beim Abwaschen, im Auto, auf dem Fahrrad, bei Bus- oder Zugfahrten, beim Gehen, Stehen oder Liegen.
Ganz allgemein hat im weitesten Sinne musikinduziertes Mood Management, kurz gesagt „Betreutes Fühlen“ schon eine jahrhundertealte Tradition, von der Affektenlehre über die Romantik bis hin zum Musical, der Filmmusik, Musik in der Werbung und Muzak. Neu scheint der Trend, zusätzlich zu den fremdbestimmtem und dabei häufig manipulativen (weil ökonomisch motivierten) externen Providern von Mood Management, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und damit die inzwischen sogenannte „Soundtrackification“ des Lebens auf ein neues Level zu heben. Wir schauen uns mal an, wie erstrebenswert das alles ist. Und was war eigentlich mit Adorno, dem das „emotionale Hören“ eine der dümmsten Formen des Musikhörens zu sein schien? |
| Zielgruppe |
Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus (Modul 10, 24), Szenische Künste (Modul 17), Lehramt, Philosophie, Modul Kulturwissenschaft / Populäre Kultur. Interdisziplinäres Modul, KuäP Vertiefungsmodul Musik in der Gegenwart. Medienkultur TM 1+2; Modul Medienkultur 1, TM 1+2. IIM, IKÜ.für Gasthörer offen |