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Mehr als eine Sprache – Von den Fremdheit eines literarischen Textes - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar mit Praxisanteilen Learnweb   Logo Learnweb
Veranstaltungsnummer 2214 Kurztext
Semester WiSe 2023/24 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 70 Max. Teilnehmer/-innen 100
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr / Zielgruppe
Credits 4 Anmeldung Anmeldepflicht , Vergabe: Manuell (?)
Hyperlink   Evaluation Ja - Präsenzveranstaltung
Sprache deutsch
Anwesenheitspflicht Ja (mind. 80%) (?)
Keine Anmeldefrist
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum (mögliche Änderungen beachten!) Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Fr. 14:00 bis 18:45 c.t. Einzeltermin am 03.11.2023 Hs 50 / Hohes Haus - KC.50.4.02 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan   findet statt     100
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Sa. 14:00 bis 18:45 c.t. Einzeltermin am 04.11.2023 Hs 50 / Hohes Haus - KC.50.4.02 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan   findet statt     100
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Fr. 14:00 bis 18:45 c.t. Einzeltermin am 17.11.2023 Hs 50 / Hohes Haus - KC.50.4.02 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan   findet statt     100
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Sa. 14:00 bis 18:45 c.t. Einzeltermin am 18.11.2023 Hs 50 / Hohes Haus - KC.50.4.02 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan   findet statt     100
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Fr. 14:00 bis 17:30 c.t. Einzeltermin am 01.12.2023 Hs 50 / Hohes Haus - KC.50.4.02 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan   findet statt     100
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Sa. 14:00 bis 17:30 c.t. Einzeltermin am 02.12.2023 Hs 50 / Hohes Haus - KC.50.4.02 (Hohes Haus - großer Seminarraum) Raumplan   findet statt     100
Gruppe 1-Gruppe:


Zugeordnete Personen
Kontaktperson (durchführend) Zuständigkeit
Gilleßen, Maximilian, Dr. phil. verantwortlich und durchführend
Weitere Person Zuständigkeit
Kraus, Dagmara, Professorin Dr. verantwortlich, nicht durchführend
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester ECTS Kontingent
Bachelor B.A. Kreatives Schreiben
Bachelor B.A. Kulturwissensch./kP.
Bachelor B.A. LSKJ
Bachelor Literatur
Bachelor Literatur
Bachelor Literatur
Bachelor Literatur
Master Literatur
Master Literatur
Master M.A. Kulturverm.(Doppel.)
Master M.A. Lit. Schr. & Lektor.
Master M.A. Phil.u.Künste interk
LSF - Module
Modulkürzel Modultitel
0STUDFUND Studium Fundamentale
0ERA-4LP Veranstaltungen mit 4 Credits f. ausl. Programmstud. (ERASMUS)
KLi-EinfKW Einführung in die Kulturwissenschaft der Literatur
KTTP-AePra Zeitgen PuD, Seminar / Vorlesung: Ästhetische Praxis
KTTP-KV Zeitgen PuD, Seminar: Kulturvermittlung
LIT-IntDi Literatur, interdisziplinär
LIT-KuLi2 Kulturwiss. d. Lesens/Schreibens, TM 2: Einführung Lesen
LIT-KuLi1 Kulturwiss. d. Lesens/Schreibens, TM 1: Einführung Schreiben
LIT-Poet1 Poetik, TM 1: Geschichte der Poetik / poetologische Grundbegriffe
LIT-Poet2 Poetik, TM 2: Poetik eines Autors/einer Gattung/eines Genres
LIT-ThPr-a Theorie und Praxis der Literaturvermittlung (vor PO 2014)
LIT-Poet3 Poetik, TM 3: Poetologien der Gegenwart
LSKJ-M31 Literatur interdisziplinär
LSKJ-M71 Prosa /Roman
LSKJ-M72 Lyrik
LSKK-M22 Kritik und Diskurse
LSKK-M41KJ Einführung: Geschichte und Gegenwart, Strukturen und Prozesse (S/Ü)
LSKK-M42KJ Methoden: Recherche, Arbeitsweisen und redaktionelle Praxis (S/Ü)
LSKK-M52 Literarische Techniken
LSKK-M61 Theorie der Literatur
LSKK-M62 Poetik von Autor:innen, Gattungen, Genres
LSKK-M63 Poetologien der Gegenwart
MLSL-S223a TM 3: Kulturgeschichte der Schrift und Genealogie des Schreibens
MLSL-SB311 TM: Seminar: Autorschaft. Theorie und Diskurs
MLSL-SB312 TM: Seminar: Geschichte, Methoden und Techniken des Lekorats
MLSL-SB313 TM: Übung: Schreiben und Reflektieren von Paratexten
MLSL-SB322 TM: Seminar: Konzeption und Entwicklung eines Projekts zur Präsentation, Inszenierung und Vermittlung von Literatur
MLIT-SB223 Mastermodul 2 (LIS PO 2014) AM Th. u. Prax. d. Werkproz., TM 3: Genealogie des Schreibens
MLIT-SB311 Mastermodul 1 (ab PO 2014) Prod. u. Inszen. v. Lit., TM 1: Seminar Autorschaft, Theorie, Diskurs, Inszenierung
MLIT-SB312 Mastermodul 1 (ab PO 2014) Prod. u. Inszen. v. Lit., TM 2: Seminar Medien der Inszenierung von Literatur
MLIT-SB313 Mastermodul 1 (ab PO 2014) Prod. u. Inszen. v. Lit., TM 3: Übung Inszenierung von Literatur (Praxis)
MLIT-SB322 Mastermodul 2 Verf. d. Verm., TM 2: Konzeption und Entwicklung eines Projekts zur Vermittlung, Präsentation und Inszenierung der Künste
LSKK-M11 Schreibszenen
LSKK-M12 Leseszenen
MLSL-SB213 M2.1, TM 3: Werkprozesse
3MLi-SB311 Lit Transformationen KuG, Literatur TM: Vorlesung/ Seminar
MLSL-SB214 M2.1, TM 4: Genre, Stil und Sprache
Zuordnung zu Einrichtungen
Inst. für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft
Inhalt
Bemerkung

Studienleistung: schriftl. Aufgaben

Lerninhalte

Mehr als eine Sprache – Von den Fremdheit eines literarischen Textes

Von Proust stammt der Satz, jedes gelungene literarische Werk sei in einer Art Fremdsprache verfasst. Damit mag gemeint sein, dass jeder in ästhetischer Absicht geformte Text unter Vernachlässigung der kommunikativen Aspekte einer Sprache die linguistischen Möglichkeiten derselben – ihren Lautstand, ihre Grammatik, ihre Syntax – erkundet und ausschöpft. Die Ausgangssprache, aus der es zu übersetzen gilt, ist folglich nicht die englische oder die französische Sprache, sondern das Englisch von Virginia Woolf oder das Französisch Flauberts: ein individuelles Allgemeines – und als dieses eine potenzierte
Fremdheit. Ein literarisches Werk zu übersetzen, heißt folglich, aus einer Sprache, die mehr als eine ist, in eine andere Sprache zu übersetzen, die mehr als eine sein muss, wenn sie dem Original, seinem Sinn und seiner Formgebung, entsprechen soll. Was geschieht nun aber, wenn der Gebrauch, den ein Autor von seiner Sprache macht, von einer anderen Sprache – sei es einer von ihm erfundenen oder der einer anderen Sprachgemeinschaft – geprägt ist? Wenn in einem Werk noch eine zweite Sprache am Werk ist, selbst wenn es auf den ersten Blick nur in einer verfasst zu sein scheint? Inwiefern lenkt das Wissen, dass Hölderlin das Griechisch des Sophokles im Deutschen erfahrbar machen wollte oder dass Raymond Roussel seine Bücher nach einem intralinguistischen Verfahren schrieb, die Lektüre ihrer Werke? Und wie wirkt sich dieses Wissen auf eine mögliche Übersetzung aus? Noch schwieriger wird es, wenn eine Dichterin wie Amelia Rosselli mehrere Sprachen in einem Gedicht verwendet oder ihr Italienisch um Wortprägungen erweitert, die sie nach englischen oder französischen Wortformen prägt. Ähnliche Techniken verwendete auch Pierre Guyotat: Der zweiten Auflage seines Romans Prostitution ist ein ganzes Wörterbuch voller Neologismen und sogar eine eigene Grammatik beigegeben. Zahlreiche Fragen des Übersetzens – etwa die nach dem Verhältnis zwischen „Einbürgerung“ und „Verfremdung“ – stellen sich angesichts solcher mehrsprachigen Texte
mit besonderer Intensität. Der Unterschied, der sie von anderen Texten trennt, ist nicht absolut, sondern graduell: Gerade weil sie selbst eine Öffnung auf andere Sprachen vorführen, weil sie selbst bereits Übersetzungen sind, treten die Konflikte und Möglichkeiten des Übersetzens an ihnen in aller Deutlichkeit hervor.

Das Seminar wäre im Idealfall selbst eine Art Zwitter und spräche zugleich die Sprachen der Theorie und der Praxis. Die Lektüre einiger klassischer und neuerer Theorietexte soll die Einführung in die praktische Übersetzungsarbeit begleiten.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2023/24 , Aktuelles Semester: SoSe 2024
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