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Zwischen der Enttabuisierung kindlicher Sexualität und der Entgrenzung von kindlicher und erwachsener Sexualität - Einzelansicht


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Grunddaten

Titel Zwischen der Enttabuisierung kindlicher Sexualität und der Entgrenzung von kindlicher und erwachsener Sexualität Antragsdatum
Titel (englisch) Personenmonate
Laufzeit von 01.06.2014 freigegeben J
Laufzeit bis 15.02.2018 Hyperlink https://www.uni-hildesheim.de/no_cache/fb1/institute/institut-fuer-erziehungswissenschaft/allgemeine-erziehungswiss/forschung/laufende-projekte/entgrenzung/
Bewilligungsdatum Projektart Forschungsprojekt
Kostenträgernummer Änderungsdatum 19.02.2019 13:31:40

Inhalt

Beschreibung

Die Debatten im Frühjahr 2013 um den Europa-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit und dessen Äußerungen zur kindlichen Erotik in seinem Buch „Der große Basar“ (1975) zeigen, dass eine wissenschaftliche Aufarbeitung der blinden Flecken der „sexuellen Revolution“ und der Enttabuisierungen von kindlicher und erwachsener Sexualität ansteht. Das Ziel des Forschungsprojekts besteht in der Rekonstruktion des Verhältnisses von sexueller Liberalisierung, liberalisierter Erziehung, Pädophiliebewegung und Erziehungs- und Sozialwissenschaften der 1960er - 1990er Jahre in interdisziplinärer und transnationaler Perspektive. Damit setzt es einen erziehungs- und einen wissenschaftsgeschichtlichen Fokus. Gefragt werden soll nach der Involviertheit der Erziehungswissenschaft in den Diskurs über Pädophilie. Die Analyse folgt dabei einer weiten Perspektive auf die sexuelle Liberalisierung, die die Auseinandersetzung um kindliche Sexualität einbezieht. Dabei geht es zum einen um die Rekonstruktion spezifischer Verdeckungszusammenhänge, die die Pädophiliebewegung hervorbrachte und nutzte. Dies betrifft etwa den engen Zusammenhang zwischen Homosexuellenbefreiungs- und Pädophiliebewegung, aber auch das Segeln unter der Flagge des Kinderschutzes. Zum anderen geht es um die Effekte und die Positionen in der Erziehungswissenschaft, dies betrifft insbesondere die Teildisziplinen der Sozialpädagogik sowie der sich neu herausbildenden Sexualpädagogik. Aber auch über die Erziehungswissenschaft hinausgehend, wird der Anteil der (Sozial-)Wissenschaft an pädophilen Positionen bzw. an den Auseinandersetzungen um diese untersucht. Hierbei werden auch transnationale Einflüsse einbezogen, die den deutschen Diskurs in den siebziger und achtziger Jahren geprägt haben. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Geschichte der Sexualität, zur Geschichte der Pädophiliebewegung, zu Kindheits- und Erziehungskonzepten im liberalen und alternativen Milieu in transnationaler Perspektive, zur Erziehungsgeschichte, zur Geschlechtergeschichte, zur Geschichte Neuer sozialer Bewegungen sowie zur Disziplin- und Wissenschaftsgeschichte.


Zuordnung zu Einrichtungen

FB 1 - Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Inst. für Erziehungswiss. (Leitung)

Autoren/Betreuer (intern)

Baader, Meike Sophia, Professorin Dr.   (Leitung)   

Förderdaten

Geldgeber/-in Förderprogramm Fkennziffer Freitext Fördersumme Einheit Laufzeit von Laufzeit bis
Deutsche Forschungsgemeinschaft 217.588,00 EUR 01.06.2014 31.05.2016

Strukturbaum
Das Projekt wurde 2 mal gefunden:
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